Wer kümmert sich – und unter welchen Bedingungen? Ob unbezahlt in der eigenen Familie oder als berufliche Tätigkeit in Pflege, Kita und sozialen Diensten: Care-Arbeit hält unsere Gesellschaft am Laufen. Dabei bleibt sie oft unsichtbar und wenig wertgeschätzt. Anhand von historischen und zeitgenössischen Fotografien, Objekten, Interviews und künstlerischen Interventionen verhandelt die Ausstellung somit unterschiedliche Themen: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Care-Migration und transnationale Elternschaft, Arbeitsbedingungen in der bezahlten Pflege und welche Rolle technische Hilfsmittel und KI in deren Entwicklung spielen.
Die Ausstellung versteht sich als Dokumentation und Impulsgeber zugleich: Wie kann Care-Arbeit gerechter verteilt, besser bezahlt und stärker wertgeschätzt werden? Was braucht es für eine Gesellschaft, die nicht auf Kosten Einzelner funktioniert, sondern Fürsorge und Pflegearbeit neu denkt?
„Bei Anruf Kultur“ bringt Führungen aus dem Museum auf unkomplizierte Weise mit dem Telefon nach Hause. Die Telefonführungen dauern 60 Minuten und werden von professionellen Kunst- und Kulturvermittler*innen aus den teilnehmenden Häusern durchgeführt. Sie beschreiben die visuellen Inhalte, beispielsweise die Räumlichkeiten des Hauses und die Exponate der Ausstellung.
Wenn Sie an dieser Telefonführung teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte auf der „Bei Anruf Kultur“-Website an. Alternativ können Sie sich auch telefonisch anmelden unter (040) 209 404 36.